Das Bauteil nach seiner Prozessposition wählen
Stoffaufbereitung, Sortierung, Siebwasser-Rückgewinnung und Streichfarbenkreislauf verwenden unterschiedliche Siebkomponenten. Ausgangspunkt sind Stoffstrom und Ziel: Gutstoff, Rejekt, zurückgewonnene Fasern oder geklärte Flüssigkeit. Das Prozessbild bestimmt Siebfläche und Maschinenschnittstelle, bevor Öffnung und Werkstoff gewählt werden.
Drucksortierkörbe in der Stoffaufbereitung
Der Siebkorb arbeitet mit dem Rotor und dessen Druckimpulsen. Die definierte Siebfläche trennt Gutstoff- und Rejektweg. Einwärts- und auswärtsdurchströmte Ausführungen benötigen unterschiedliche Arbeitsflächenorientierung und Rotorbeziehung. Durchmesser, Höhe, Schlitzrichtung, Flansch und Rotorspiel werden an die Maschinenzeichnung angepasst.
Schwarzlaugen- und Siebwassersiebung
Bei Schwarzlauge zählen Chemie, Temperatur und mitgeführte Fasern oder Feststoffe. Bei Siebwasser stehen Faserrückgewinnung und Wasserkreislauf im Vordergrund. Eine Lochtrommelserie nutzt Rundlöcher von 0,15, 0,20, 0,25 oder 0,30 mm. Lochform, Abstützung und Stoffstrom werden zusammen bestimmt; Werkstoff und Reinigung bleiben für beide Flüssigkeiten getrennt.
Streichfarbensiebe im Papierprozess
Ein Streichfarben-Siebkorb sitzt im Kreislauf der Papierbeschichtung. Rundheit, Arbeitsflächenzustand und Schaberzuordnung bestimmen Sitz und Reinigungsbewegung. Zusammensetzung, Feststoffgehalt, Viskositätsgrundlage und Temperatur werden mit der Siebgeometrie spezifiziert. Hier ist die Papierstreichfarbe gemeint; allgemeine Lack- und Druckfarbenproduktion hat einen eigenen Leitfaden.
Bogensiebe und Zentrifugalentwässerung
Ein Bogensieb bietet der gerichteten Aufgabe eine stationäre gekrümmte Siebfläche. Radius, Bogenlänge, Profildrahtrichtung und Abstützung definieren den Einbau. Ein Zentrifugensiebkorb rotiert in einer Entwässerungsmaschine und benötigt eigene Befestigung, Laufgeometrie und Prüfaufgaben. Beide trennen Feststoff und Flüssigkeit, besitzen aber verschiedene Einbau- und Lastanordnungen.
Pulperplatten und Fasertrennung
Die Pulperplatte lässt geeignetes Material passieren, während grobe Störstoffe und unaufgelöste Stücke im Arbeitsraum bleiben. Die Lochplattenserie umfasst 2,0–8,0 mm Löcher und 6–25 mm Dicke. Rotor, Bodenmesser, Lochkreis, Ausnehmungen und Arbeitsfläche werden als vollständige Gegenkontur definiert.
Maschinenrelevante Geometrie prüfen
Bei Zylindern werden Montagebezug, Rundheit, axiale Ausrichtung und Abstand zum Rotor gemessen. Bei Platten zählen Loch- oder Schlitzgeometrie, Ebenheit, Befestigungslöcher und Arbeitsflächenlage. Öffnungen werden an der Filterarbeitsfläche gemessen. Schlitzweite, Rundlochdurchmesser und Baugruppenspiel sind getrennte Prüfergebnisse.
Werkstoff-, Reinigungs- und Ersatzunterlagen verbinden
Die Legierung folgt tatsächlicher Lauge, Stoffsuspension oder Streichfarbe sowie Reinigungschemie. Jede Zeichnung bleibt mit Siebgeometrie, Richtung, Anschlüssen und Prüfbericht verknüpft. Der Ersatzplan nennt Verschleiß, Verzug, blockierte Kanäle und Dichtflächen. Eigene Produktseiten führen die Detailmaße für Drucksortierkörbe, Bogensiebe und Zentrifugenkörbe.











